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RA Hanselmann als Insolvenzverwalter über das Vermögen der Autohaus Sessner GmbH PDF Drucken E-Mail

Der Betrieb des Audi- und VW-Autohauses Sessner konnte nach mehrmonatiger Betriebsfortführung im Insolvenzverfahren unter Erhalt von 109 Arbeitsplätzen im Rahmen einer übertragenden Sanierung gerettet werden. Detaillierte Auskünfte über das  Ver-fahren erfolgen ausschließlich über die Berichte des Insolvenzverwalters. Diese können unter Eingabe der an die Gläubiger ver-sandten PIN-Nummer im Gläubigerinformationssystem eingesehen werden.

Mainpostartikel vom 02.09.2011 (Auszug): VW-Spindler übernimmt Autohaus Sessner

Nach monatelangen Verhandlungen hinter den Kulissen verkündete der Würzburger Insolvenzverwalter Frank Hanselmann am Freitag: „Das Autohaus Sessner ist gerettet.“ Der insolvente Autohändler in Kitzingen wird von der Spindler-Gruppe übernommen. Um Details wurde zwischen Sessner-Gesellschafter Jens Bergmann, Vertretern von Volkswagen sowie der in Würzburg beheimateten Spindler-Gruppe zäh gerungen. Mehrfach sollen die Gespräche kurz vor dem Scheitern gestanden haben. Insolvenzverwalter Hanselmann bestätigte lediglich, es habe „schwierige und komplexe Verhandlungen“ gegeben. Die Parteien haben über Einzelheiten eine strafbewehrte Stillschweigeklausel vereinbart. Aber mehrere Insider beschrieben das Klima zwischen dem selbstbewussten Verkäufer Bergmann und der Volkswagen-Bank schon vor dem Insolvenzantrag als „frostig“. Andere verweisen auf einen Bericht des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ aus dem vorigen Jahr. Danach verfolgt VW angesichts fallender Verkaufszahlen die Strategie, das Netz seiner Händler auszudünnen. Dabei schien Sessner ein Vorzeigeverkäufer für Produkte des Wolfsburger Konzerns zu sein. Im vergangenen Jahr verkaufte Sessner nach eigenen Angaben 4000 Neu- und 3500 Gebrauchtwagen. Der regionale Marktanteil mit den Marken Audi und VW betrug 45 Prozent. Kaum ein Autohändler bundesweit verkaufte trotz Krise im Zusammenhang mit der Abwrackprämie mehr Neuwagen als Bergmann. Blickte man hinter die Kulissen, sah es anders aus: In der Bilanz 2008 standen Verluste von 26 Millionen Euro. … Volkswagen äußerte sich auf Anfrage nicht. Bergmann sagte nach dem Insolvenzantrag: Die Volkswagen-Bank habe ihm die Kredite zum 31. Juli 2011 gekündigt. „Ohne Kredite kann Sessner die Zahlungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und Lieferanten nicht erfüllen, die Sessner-Geschäftsleitung war gesetzlich zu dem Schritt gezwungen“. … Am Donnerstag morgen eröffnete das Amtsgericht die Insolvenz und berief einen vorläufigen Gläubigerausschuss ein. Der sollte den Verkauf genehmigen. Für Insider war dies ein Zeichen dafür, dass die Verhandlungen auf der Zielgeraden waren. In einer Pressemeldung vom Freitag heißt es: Spindler übernimmt mit Wirkung vom Freitag 109 Mitarbeiter und alle Ausbildungsverhältnisse. 18 Arbeitsverhältnisse werden mangels Übernahme mit Abfindung gekündigt. Man werde beide Standorte an der „Mainstraße“ (Verkauf Neuwagen und Service von Audi, VW und VW Nutzfahrzeuge) und „An der Staustufe“ (Gebrauchtwagen) ab Dienstag weiter betreiben. …

 
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